Guido Reinhardt im Interview zu AWZ-Quoten

Der Mann für die täglichen Serien: Guido Reinhardt verantwortet seit Jahren die Soaps und Telenovelas der Firma Grundy Ufa.

Schauen wir mal kurz auf «Alles was zählt». Ich glaube, ich darf die Serie als kleines Sorgenkind bezeichnen, denn die Quoten sind deutlich zurückgegangen. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?


Ich bin nicht der Meinung, dass die Quoten deutlich zurückgegangen sind. Sehen wir uns doch einmal an, wie die Serie gestartet ist – nämlich mit 12,4 Prozent in der Zielgruppe. Danach ist «Alles was zählt» kontinuierlich angestiegen und hatte ihren Höhepunkt mit fast 20 Prozent; Dort haben wir ein Highlight erzählt – wir kommen also von einem sehr hohen Niveau herunter und benötigen nun wieder etwas Zeit, um neue Geschichten bis zum nächsten Peak zu etablieren. Im Schnitt liegen wir bei 16 Prozent, vergangene Woche hatten wir 19,2 Prozent. Und das ist doch nicht schlecht, oder?

Nun hat auch noch Tanja Szewczenko bekannt gegeben, nicht mehr zurückzukommen: Auf welches Zugpferd setzen Sie nun?

Tanja hat durch ihre Zeit bei «Alles was zählt» wieder zu ihrer Leidenschaft, dem Eiskunstlauf, zurückgefunden. Darüber freuen wir uns natürlich für sie. Vielleicht wird „Diana“ ja noch mal für einige Trainingstage aufs Essener Eis zurück kehren.

Das Charakteristikum einer Daily Soap ist ja gerade, dass nicht eine Figur im Mittelpunkt der Geschichten steht, sondern Figuren aus dem gesamten Cast immer wieder in den Vordergrund rücken und zum „Zugpferd“ werden.

Manche Medien machen den Weggang von Diana für die sinkenden Quoten verantwortlich. Ich finde, dass die Geschichten bei Weitem nicht mehr so gut sind wie während der ersten 250 oder 300 Folgen. Macht Ihnen der Weggang der Autoren Esser und Höflich also viel mehr zu schaffen?

Unsere Geschichten werden ja nicht nur von zwei Autoren geschrieben, sondern in einem Team aus vielen. Ich schätze Höflich und Esser sehr, bin aber davon überzeugt, dass auch das aktuelle Team sehr gut aufgestellt ist und das Format entscheidend prägen kann. Tatsächlich sind die beiden auch nicht weggegangen, sondern arbeiten nach wie vor für Grundy UFA – konzeptionell auch an «Alles was zählt».
Unsere Autoren arbeiten in einem flexiblen System, so dass sie sich auch Auszeiten nehmen können, um Kreativpausen einzulegen, oder an anderen Projekten schreiben können.

Wie wollen Sie dem Trend, der klar nach unten zeigt, denn entgegen wirken?

Ja, das sehen sie in meiner vorherigen Antwort.

Auszug aus Quelle

Hier könnt ihr über das Interview diskutieren

Am 3. Mai 2009 von Isabella veröffentlicht.

  • Brooke Fraser

Speak Your Mind

Tell us what you're thinking...
and oh, if you want a pic to show with your comment, go get a gravatar!

You must be logged in to post a comment.