Dennis Grabosch über seine Mitarbeit an Tanjas Buch (Kiki Kufenflitzer: Der Eiskristall)
inoff. AWZ Fanpage: Tanja Szewczenko hat ihr Kinderbuch Kiki Kufenflitzer: Der Eiskristall heraus gebracht. Du hast das Buch illustriert. Wie kam es dazu?
Dennis Grabosch: Für Tanjas Roman habe ich ja erstmal nur den Umschlag gestaltet und Tanjas Hauptfiguren ein Gesicht gegeben. Im Buch selbst sind keine Illustrationen. Ich habe Tanja zum Geburtstag mal eine Karikatur namens Schmuddeltrulla gemalt und die hat sie inspiriert, Geschichten über ein Mädchen namens Kiki Kufenflitzer zu schreiben.
inoff. AWZ Fanpage: Arbeitest du öfters als Illustrator oder war dass das erste Mal? Hat dir die Arbeit an diesem Buch Spaß gemacht?
Dennis Grabosch: Ich entwickle gern visuelle Konzepte für Geschichten, ich habe für die Amateurbühne, bei der ich nach der Schulzeit immer wieder gespielt oder inszeniert habe, Bühnenbilder und Plakate entworfen und mit der wunderbaren Kostümbildnerin, die sie dort hatten, Entwürfe für die Kostümbilder gemacht. Ich hab das immer sehr genossen, weil ich es spannend finde, für eine geschriebene Geschichte einen visuellen Rahmen zu schaffen, der sie bestmöglich unterstützt.
inoff. AWZ Fanpage: Wie war die Zusammenarbeit zwischen dir und Tanja?
Dennis Grabosch: Ich bewundere Tanjas Kreativität, ihren Ehrgeiz und die Art wie sie ihre Träume und Ideen in die Tat umsetzt. Manchmal brauche ich Leute, die mir in den Arsch treten und meine Selbstzweifel ausräumen. Wenn Tanja nicht so sehr darauf bestanden hätte, dass ich es versuche, hätte ich ihr geraten, sich einen professionellen Zeichner zu nehmen. Aber sie hat nicht aufgegeben und mich letztlich überzeugt, das sie mich nicht fragen würde, wenn ihr meine Art zu zeichnen nicht gefallen würde.
inoff. AWZ Fanpage: Kannst du dir vorstellen, sowas öfters zu machen?
Dennis Grabosch: Wenn Kiki ein Erfolg wird, bleibt mir gar nichts anderes übrig, dem Charme und Befehl einer Tanja S. kann man sich einfach nicht entziehen. Außerdem haben wir jetzt die Richtung gefunden, die Tanja und mir gefällt, das heisst, ich hab mein Klassenziel erreicht und sie nicht enttäuscht, das war mir am wichtigsten.
inoff. AWZ Fanpage: Was macht dir mehr Spaß? Illustrator oder Schauspieler?
Dennis Grabosch: Schauspiel vor der Kamera verstehe ich und weiss mittlerweile genau, was mich interessiert, was ich noch ausprobieren, aber auch was ich nicht mehr will. Konzeptionszeichnungen haben mir immer Spaß gemacht, weil es so spielend leicht ist Leuten eine Skizze in die Hand zu drücken und zu sagen: “So stell ich mir das vor, was denkst du?” Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – und mein Umfeld war immer so dankbar, wenn ich mal die Schnauze gehalten hab und sie trotzdem verstanden haben, was ich von ihnen wollte.
inoff. AWZ Fanpage: Könntest du dir vorstellen Hauptberuflich als Illustrator zu arbeiten?
Dennis Grabosch: Für Tanja ja, weil die Chemie stimmt, ich verstehe was sie will und sie versteht wie ich funktioniere. Da ist sehr viel Respekt da zwischen uns beiden, was nicht heisst, dass wir nicht auch aneinandergeraten. Aber wenn man diese Art von Verhältnis mit Kollegen bei der Arbeit hat, könnte ich mir vorstellen so ziemlich jeden Job zu machen.

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Am 10. Dezember 2009 von Naddel veröffentlicht.





